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Segantini in Savognin erleben

Kunst und Kultur
Von 1886 - 1894 lebte der berühmte Maler Giovanni Segantini mit seiner Familie in Savognin. Auf dem Kulturspaziergang durch Savognin erfahren Sie Interessantes über das Dorf und gelangen an Orten vorbei, an denen Sie an Segantini erinnert werden. Das Haus Peterelli, in dem er wohnte, steht heute noch rechts vom Hotel Piz Mitgel an der nach ihm benannten Strasse „Veia Segantini“. Anlässlich Segantinis hundertsten Todestags, errichtete die Vereinigung "Pro Segantini" zusammen mit der Gemeinde Savognin den "Plaz Segantini" mit einer dreidimensionalen Installation. Die Anlage steht an der Veia Purmaglera, an dem Ort, wo Segantini das Bild "l'arada" (beim Pflügen) malte. Pro Segantini fördert das kulturelle Leben im Surses mit jährlich vier Ausstellungen in der nach dem grossen Erneuerer der Alpenmalerei benannten Kunstgalerie Sala Segantini. In der Galerie sind keine Segantini-Bilder ausgestellt.

Werke Segantinis können im Segantini Museum in St. Moritz bewundert werden. Mit dem monumentalen Alpentriptychon "Werden, Sein, Vergehen" sowie dem berühmten Ave Maria bei der Überfahrt oder dem Mittag in den Alpen und weiteren Hauptwerken, ist im Segantini Museum die weltweit umfassendste und bedeutendste Sammlung des grossen Meisters der Freilichtmalerei zu sehen.

Biken und Wandern auf Segantinis Spuren
Die beliebte Bikeroute 663 „Giovanni’s Paradies“ führt an der Sala Segantini und am ehemaligen Wohnhaus des Künstlers vorbei, hoch nach Nassegl. Von dort aus geniesst man die wunderschöne Aussicht über das Tal, das Segantini einst für seine Bilder inspirierte. Verschiedene Wanderrouten führen am Segantini-Gedenkstein auf Tussagn vorbei, wo sich der grosse Künstler im Sommer oft aufhielt, um die Alpen zu malen.

Kunstausstellung
In der neuen Boutique "Art Clavo - ein Stall mit Konzept" gibt es eine Kunstausstellung von Giovanni Segantini mit den Werken "Bilder und Briefe" der Enkelin von Giovanni Segantini!
www.artclavo.ch 

 

Vorschau: 17./18. September "Segantini a Savognin" 

Am Wochenende vom 17./18. September 2016 wird es in Savognin ein Fest zum Thema "Segantini a Savognin" geben. Erleben und erkunden Sie die verschiedenen Stationen im Leben und Schaffen von Giovanni Segantini. Erfahren Sie mehr über seine Kunst, besuchen Sie die Orte seiner Bilder oder geniessen Sie seine Lieblingsspeisen. 

Giovanni Segantinis Leben

Kindheit und Jugend / 1858 bis 1886
Giovanni Segantini ist am 15. Januar 1858 im damals österreichischen Arco am Gardasee geboren. Nachdem seine Mutter starb, zog Giovanni mit seinem alkoholkranken Vater zu seiner Stiefschwester Irene nach Mailand. Diese gab nach dem Tod des Vaters, Giovannis österreichischen Papiere zurück, ohne die italienische Staatsbürgerschaft zu beantragen. Folglich lebte der berühmte Künstler bis zu seinem Tod als Sans-Papiers. Von 1865 bis 1880 lebte er in Mailand, wo er die Kunstakademie Brera besuchte. Mit seinem Bild „Il coro di Sant’Antonio“ wurde die Kunstwelt auf ihn aufmerksam. Das Bild erlangte durch die neuartige Behandlung des Lichts Ansehen. An einer Ausstellung lernte Segantini Vittore Grubicy kennen, welcher ihm zu Aufträgen verhalf und gleichzeitig sein Kunsthändler wurde. 1879 lernt er Bice Bugatti kennen, ein Jahr später zogen sie zusammen nach Pusiano. Das Städtchen liegt in der Brianza, einer hügeligen Landschaft zwischen Como und Lecco. Das Paar bekam vier Kinder, konnte jedoch wegen Segantinis Staatenlosigkeit nie heiraten.

Segantini in Savognin / 1886 - 1894
Im Juni 1886 übersiedelte der Maler mit seiner Familien nach Savognin. Auf seiner Postkutschenfahrt durch das Surses, soll er „Che paradiso!“ ausgerufen haben. Die imposante Bergwelt, die klaren, reinen Lichtverhältnisse und das eindrückliche Blau des Himmels haben ihn so begeistert, dass er beschloss in Savognin zu bleiben. Hier begann Segantini an seiner ganz persönlichen divisionistischen Malweise zu arbeiten. Seine Hauptmotive wurden die Landschaft und die Einwohner des Tals und bilden eine Einheit im Kommen und Gehen der Jahreszeiten und dem Kreislauf von Tag und Nacht. Als Beispiele dafür stehen Bilder wie: Das Pflügen, das strickende Mädchen, windiger Tag, die Heuernte oder Rückkehr vom Wald. Aus Segantinis Kunst spricht die Suche nach dem Licht und die Möglichkeit es darzustellen.

Segantini in Maloja / 1894 - 1899
Der Künstler und seine Familie zogen 1894 nach Maloja, wo er sechs Jahre später an einer Bauchfellentzündung starb. In den letzten Jahren erlangte der Maler internationale Bekanntheit. In Wien wurde ihm ein Saal gewidmet und Zeitschriften haben Sonderausgaben zu ihm und seinen Bildern publiziert. Seine Kunst in der Zeit in Maloja ist eine philosophisch religiöse Auseinandersetzung mit dem Tod und symbolisiert sowohl die Trauer als auch den Neuanfang.

Giovanni Segantini - Magie des Lichts

Neu gibt es einen Film über das Leben des berühmten Künstlers Giovanni Segantini. Er öffnet den Blick in die dramatische Kindheit und Jugend Segantinis, nimmt Anteil an seinen inneren Prozessen und Krisen beim Malen, an seinem von finanziellen Nöten geprägten Alltag, an seinem widersprüchlichen Umgang mit Mutterliebe und Erotik und schliesslich an seinem Tod.

Die Magie des Lichts

Giovanni Segantini - Kunstmaler, Anarchist, Aussteiger, Sans Papiers. Er schuf meist unter freiem Himmel monumentale Werke. So auch in Savognin, wo er seinem einige Zeit lebte. Jetzt erscheint ein Film über seine spannende Biographie.

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Literatur

Literatur über Giovanni Segantini finden Sie in der Kunstgalerie Sala Segantini, in der Tourist Information in Savognin, unter www.segantini.com oder im Shop des Segantini Museums in St. Moritz.

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