Vom Gefängnis zum Theaterhaus
Rätia Ampla. Gegründet wurde die Burg Rätia Ampla in Riom vermutlich um 1250. Schnell wechselte sie den Besitzer von den alten Herren zum Bischof von Chur. 1552 kaufte sich das Tal von der bischöflichen Herrschaft los und wurde somit frei. Die Burg wurde als Tagungsort und als Gefängnis genutzt.
Nach dem Dorfbrand 1864 wurde alles Holz der Festung für den Wiederaufbau des Dorfes verwendet. Bis 1977, als ihr wieder ein Dach aufgesetzt wurde, fristete die Burg ein jämmerliches Dasein als Ruine.
Heute stellt die wiederauferstandene Burg den Schauplatz fürs Theater dar. In der Burg Riom, einer bald 800-jährigen Festung an der Julierroute, ist im Sommer 2006 in Anwesenheit des Schweizerischen Bundespräsidenten Moritz Leuenberger das erste professionelle Theaterhaus der rätoromanischen Kulturgeschichte eröffnet worden. Die Theaterinfrastruktur wurde als eigenständiger "Bau im Bau" in die denkmalgeschützte Substanz eingefügt und bietet 220 Zuschauern Platz. Entstanden ist einer der eigenwilligsten Theaterräume der Alpen.
Ausserhalb der Veranstaltungsdaten ist die Burg nicht geöffnet. Informationen über das laufende Programm in der Burg erhalten Sie im Veranstaltungskalender oder direkt bei Savognin Tourismus im Surses.